Deutsch-polnischer Nachwuchspreis verliehen

Gewonnen: BDA-SARP-Award 2018

Der BDA und der polnische Architektenverband SARP schreiben alljährlich einen Nachwuchspreis aus, mit dem fertige Architekten aus beiden Ländern gefördert werden. Die Finalisten nehmen an einem gemeinsamen Workshop teil. Vergeben wurden diesmal ein Hauptpreis, zwei besondere Auszeichnungen und zwei Auszeichnungen. Eine der besonderen Auszeichnungen erhielt Mikołaj Gomółka, TU Warschau. Am Beispiel Bytoms, jener Stadt in Polen, die nach dem Niedergang der Kohleförderung am stärksten entvölkert ist, entwickelte er eine »poetische Utopie«: Ruinen werden zu Gärten umgenutzt. Die Jury lobte die Einordnung des Strukturwandels in einen größeren historischen Kontext, auch wenn sie nicht das eigentliche Problem löse.

Kevin Groß-Bölting, TU Dortmund, schlug für das Leipziger Grassi-Museum einen Erweiterungsbau vor, der die Präsenz des Museums verbessern soll. Die Jury sah durch die expressive Artikulation im »Art Deco«-Stil eine Kontinuität zum Bestandsbau und betonte die harmonische Verbindung von Innen- und öffentlichem Stadtraum.

Der Hauptpreis ging an Jana Ring, RWTH Aachen, für »Arrivare a Venezia«, eine Idee für drei künstliche Inseln, die die Massen ankommender Touristen verträglich dezentralisieren.
Alle Projekte mit Bildern sind zu finden auf bda-bund.de/auslobungen/88468