Gewonnen

Deutscher Brückenbaupreis 2018

Zum 7. Mal wurde am 12. März beim Dresdner Brückenbausymposium der Deutsche Brückenbaupreis verliehen. In der Kategorie Rad- und Fußgängerbrücken ging er an die Schaukelbrücke in Weimar und ihre Planer. Der Erhalt der Brücke aus Goethes Zeiten sei ein Paradebeispiel des verantwortungsvollen Umgangs mit dem baukulturellen Erbe, kommentierte die Jury. Entsprechend wurden sowohl der Architekt Johann Philipp Jung von der Klassik Stiftung Weimar als auch Oliver Hahn vom Ingenieurbüro für Bauwerkserhaltung Weimar ausgezeichnet. Indem sie das historische Tragwerk in seine Elemente zerlegt und experimentell begutachtet hätten, sei es gelungen, das historische Original voll funktionsfähig – und schaukelnd – erlebbar zu erhalten.

In der anderen Kategorie, Straßen- und Eisenbahnbrücken, entschieden sich die Preisrichter für die Bleichinselbrücke in Heilbronn, geplant von Andreas Keil von schlaich bergermann partner. Am siegreichen Entwurf überzeugten die Jury die scheinbar schwebende Fahrbahnführung und die »raffinierte Knotenkonstruktion zur Bündelung der Stützen«. Hier sei es den Ingenieuren hervorragend gelungen, alle Anforderungen an ein wartungsarmes, schönes und preiswertes Bauwerk zu erfüllen.

Insgesamt standen 29 Brücken zur Wahl. Besonders erfreut zeigten sich die Preisrichter über die große Anzahl qualitätvoller kleinerer Brücken. Denn gerade diese alltägliche Aufgabe sei entscheidend für Attraktivität und Bürgerfreundlichkeit von Kommunen.

www.brueckenbaupreis.de