Gerling Hochhaus erhält Stahlbaupreis

Beim vollständigen Umbau des Gerling Hochhauses » in Köln wurde ein Bürogebäudes der Nachkriegsmoderne in ein Wohnhaus der Gegenwart transformiert. Das in Stahlrahmenbauweise errichtete Haus wurde funktional und technisch erneuert und statisch ertüchtigt, wobei der architektonische Ausdruck bewahrt blieb.
Die Jury des Stahlbaupreises 2016 befand: »Die Sanierung und Umnutzung des Gerling Hochhauses steht exemplarisch für die Beständigkeit stadträumlich, gestalterisch und konstruktiv guter Architektur und ist wegweisend für die sorgfältige und hochwertige Erneuerung eines Bauwerks aus den fünfziger Jahren«.
Für seine Arbeit am Kölner Gerling-Hochhaus erhält das Büro kister scheithauer gross den Sonderpreis des Bundesministeriums für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für nachhaltige Stahlarchitektur 2016.
Ausschlaggebend für die Juryentscheidung war die Bewahrung des Mikrokosmos‘ Gerling-Areal mitten in Köln. Die Planer stellten nach Abschluss der Arbeiten das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes wieder her, obwohl sie das Hochhaus während der Sanierung bis auf sein Stahlskelett zurückgebaut hatten. Jetzt erfüllt es wieder alle aktuellen Anforderungen an die Bauphysik inklusive Brandschutz.

Das bauforumstahl lobt seit 1972 alle zwei Jahre den Preis des Deutschen Stahlbaues aus. Seit 2010 ergänzt der Sonderpreis des Bundesministeriums für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für nachhaltige Stahlarchitektur den Preis, den ksg nach 2012 bereits zum zweiten Mal zugesprochen bekamen.

Die Ehrung der Sieger und Ausgezeichneten findet am Tag der Stahl.Architektur 2016 am 7. Oktober 2016 in Würzburg statt.