Familie Böhm ganz nah

Pünktlich zum 95. Geburtstag von Gottfried Böhm am 23. Januar kommt ein Film über »Die Böhms« in die Kinos. Die meiste Zeit verweilt der Film zwar beim »Boss«, doch in Beschreibungen von Söhnen, Gärtner und Bruder entfaltet sich langsam das Geflecht einer Familie, in dem auch die Mutter eine zentrale Stellung einnimmt. Sie war ebenfalls Architektin, die nach der Geburt der Söhne Stephan (li.), Peter (re.) und Paul (2. v. l.) kaum zum Arbeiten kam, durch ihre klare Haltung aber die Architektur ihres Mannes maßgeblich beeinflusste.

Der Film zeigt die wichtigsten Arbeiten Gottfried Böhms und der Söhne, ihre Zusammenarbeit im selben Haus und ihre Versuche, sich voneinander abzugrenzen. Der Vergleich mit dem Vater steht stets im Raum – dasselbe Problem, das auch Gottfried Böhm mit seinem Vater Dominikus hatte (weswegen er erst einmal lieber Bildhauer werden wollte).
Daneben: Alltagsszenen von heute und früher, am Ende ein Familienfest, auf dem die vierte Generation Böhm’scher Architekten auftaucht. Man fühlt sich mittendrin, mitunter unbehaglich nahe, und verspürt alsbald Respekt vor dem Mut der Architektendynastie, die einen solchen Einblick in ihr Familienleben erlaubt.
Der Film läuft ab dem 29. Januar. ~dr