Ein Wettbewerb der Vielfalt

Die Resonanz auf den 2. db-Wettbewerb zum Bauen im Bestand war mit 289 Einreichungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol auch diesmal wieder phänomenal, die Bandbreite und Qualität außergewöhnlich hoch. Entsprechend wurde, anders als vor zwei Jahren, kein 1. Preis vergeben, sondern drei gleichrangige Preise sowie sieben Anerkennungen, die ausführlich in der Dezemberausgabe der db vorgestellt werden.

Die Vielfalt der eingereichten Projekte bildet beispielhaft die anfallenden Aufgaben beim Bauen im Bestand ab. Nach intensiven Gesprächen unter den sieben Juroren, geführt aus ihrem jeweils fachlich und persönlich ganz eigenen Blickwinkel, einigte man sich auf die Preisträger: Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern, wurden für ihre beispielhafte Lösung einer »Standard-Aufgabe«, den Umbau eines städtischen Verwaltungsgebäudes aus der Nachkriegszeit in Saarbrücken, ausgezeichnet. Ein weiterer Preis ging an Buchner Bründler Architekten, Basel, die ein Apartmenthaus in Basel mit sichtlicher Lust am Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand zu einem Hotel umwandelten und dabei die Zeitschichten des Gebäudes erlebbar machten. Dritter Preisträger ist das Studio Andreas Heller Architects & Designers: Sie restaurierten das Lübecker Burgkloster und erweiterten es zum Europäischen Hansemuseum. Materialwahl und Formgebung der vielfältigen Eingriffe sowie die sorgfältige städtebauliche Fügung tragen die souveräne Neuordnung des sensiblen Stadtraums.
Das Preisrichtergremium bestand aus Christian Duder, Werner Sobek Group [4] (l.); Matthias Burkart, 4a Architekten, Georg J. Kolbe von Sponsor Saint-Gobain Weber, db-Chefredakteurin Ulrike Kunkel und Alexis Angelis von Angelis & Partner (Preisträger 2014) [5] (v. l.); sowie Christian Schönwetter, db-Metamorphose und Andreas Veauthier von av-a Veauthier Architekten (Anerkennung 2014) [6] (v. l.). ~dr