Die Welt nach der Krise

Jetzt heißt es zunächst einmal: Unsicherheit aushalten. Verzicht üben. Und auch das aushalten.
Von den Hilfestellungen der Bundesarchitektenkammer haben Sie sicher schon Kenntnis genommen, v.a. von den
rechtlichen Hinweisen zum Umgang mit COVID-19 ».
Die BAK und der Bundesverband Freier Berufe BFB ringen um praktikable Lösungen für die Regelung der wirtschaftlichen und finanziellen Unterstützung, die die Bundesregierung in Aussicht gestellt hat.

Der Blick in die Zukunft wirft nun ganz andere Fragen auf als noch vor einigen Wochen.
So wird auch der auf nächstes Jahr verschobene db + md Zukunftskongress stärker auf Phänomene des Raumbedarfs und der Raumwahrnehmung eingehen und genauer danach fragen, was wir wirklich und im Kern tatsächlich brauchen.
Und auch die explizit auf das Zusammenleben und -wohnen ausgerichtete Keynote von Oona Horx-Strathern (Zukunftsinstitut Wien/Frankfurt) wird nochmals einen anderen Dreh bekommen.
Das Zukunftsinstitut von Oona und Matthias Horx beschaut sich schon heute »die Welt nach Corona« und wendet dabei die Technik der Rückwärts-Prognose an. Es kommt zur Einschätzung, dass nach der Überwindung der Krise die Welt anders sein wird, und auch wir – aber in einem positiven Sinne! Man merke auf! Horx und Co. wollen in der Krise durchaus kein Untergangsszenario erkennen, eher einen wohltuenden Reset mit Neubewertungen auf allen Ebenen, die am Ende auf ein besseres Leben hinauslaufen.
Einschätzung lesen »
Aus diesem Blickwinkel erscheint auch der, mitunter sehr kritisch beäugte, deutsche Beitrag zur Architekturbiennale keinesfalls mehr naiv oder zweckoptimistisch. Vielmehr liegt sein Wert im Wecken des Möglichkeitssinns, indem erstrebenswerte Bilder und Szenarien heraufbeschworen werden.
Diesen nachzustreben lohnt sich doppelt, einmal als Antrieb zum Handeln und einmal wegen des Ziels, das am Ende vielleicht sogar anders aussieht als ursprünglich avisiert.
Bleiben wir neugierig!