Bauen im Bestand Preis 2018 »Respekt und Perspektive«

db-Preis: Die Sieger

Die Preisträger des 2018 zum dritten Mal ausgeschriebenen db-Wettbewerbs für vorbildliche Lösungen beim Umgang mit Bestandsbauten stehen fest!

Mit Spannung haben wir die stetig größer werdenden Postlieferungen für den diesjährigen db-Preis für Bauen im Bestand beobachtet: Über 200 Einreichungen durften die Preisrichter begutachten.
Die Jury ermittelte Mitte September mit fachlicher Begeisterung und großer Sorgfalt in mehreren Durchgängen die besten Projekte.
In db 12/2018 werden wir Ihnen die Sieger ausführlich vorstellen.
zu den Eindrücken von der Jurysitzung »

Die Resonanz auf den db-Wettbewerb war mit 213 Einreichungen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz auch in diesem Jahr phänomenal und die Bandbreite und Qualität der Projekte außergewöhnlich hoch. Die drei Preisträger sowie die sieben vergebenen Anerkennungen spiegeln dies wider und bilden zudem die Vielfalt der anfallenden Aufgaben beim Thema Bauen im Bestand ab.
Der Preis der db deutsche bauzeitung zusammen mit Saint-Gobain Weber wird seit 2014 alle zwei Jahre vergeben und ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Ausgezeichnet wurden Sanierungen, Umbauten und Erweiterungen, bei denen beispielhafte und über technisch etablierte Standards hinausgehende Lösungen umgesetzt wurden und die zudem durch herausragende Gestaltqualitäten überzeugen.

Vergeben wurden drei Preise, die jeweils mit 5.000 Euro dotiert sind, und sieben Anerkennungen:

Preis:


Aufstockung Gebäude 4 der Erich-Kästner-Schule, Darmstadt
prosa Architektur + Stadtplanung Quasten Rauh Part, Darmstadt

Jury:
Die Aufstockung des eingeschossigen Schulgebäudes aus den 70er Jahren bietet nicht nur zusätzliches Raumangebot mit hoher Funktionalität, sondern überzeugt auch v.a. gestalterisch und trägt damit zur erheblichen Aufwertung des bestehenden Schulbauensembles bei. Die wohlüberlegte und auf den Bestand präzise abgestimmte Grundrissgestaltung sowie die sorgfältige Materialisierung und Detaillierung der Aufstockung lässt im Innern, trotz begrenzten Budgets, eine lichte Atmosphäre entstehen, die zum Lernen einlädt. Im Bereich der derzeit äußerst relevanten Bauaufgabe des Schulbaus hat das Projekt Vorbildcharakter.

Preis:


Umbau und Sanierung Schloss Wittenberg
Bruno Fioretti Marquez, Berlin

Jury:
Die Gestaltungssprache von Umbau und Sanierung des Schlosses greift den monolithischen Charakter des Bestands auf und schreibt ihn unter Verwendung wertiger Materialien mit hoher Präzision fort. Das spannungsreiche Wechselspiel zwischen sorgfältig saniertem Bestand und den Ergänzungen besticht sowohl durch perfekte Fügungen als auch durch die neuentstandenen vielfältigen räumlichen Beziehungen und Raumqualitäten. Beim Umbau des Gebäudes sind Alt und Neu zu einer vielschichtigen Einheit verschmolzen, die ein hohes Maß an Dauerhaftigkeit vermittelt. Das Projekt führt beispielhaft vor, dass auch eine respektvolle Aneignung eines Bestandsgebäudes neue bereichernde Sichtweisen auf das Vorgefundene ermöglicht.

Preis:


Umbau und Sanierung Kulturpalast Dresden
gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlin

Jury:
Durch die sorgfältige Sanierung und den aufwendigen Umbau des baulichen Vermächtnisses wird sowohl der DDR-Moderne Respekt gezollt als auch das Nutzungsangebot für die Bürger erweitert. Die Großzügigkeit des Bestands wurde als Qualität erkannt und erhalten, um nach wie vor ihre beeindruckende Wirkung zu entfalten. Das Ergebnis veranschaulicht aufs Beste, dass beim Erhalt eines gesellschaftsgeschichtlich relevanten Gebäudes eine gut austarierte Kombination aus dem Erhalt bauhistorischer Substanz einerseits und dem Umbau andrerseits – zur erweiterten Nutzung als Bibliothek und für einen Konzertsaal auf technisch zeitgemäßem Niveau – jede Mühe lohnt.

Anerkennungen:

  • Haus Hunkeler, Sarnen (CH)
    SEILERLINHART Architekten, Luzern
  • Umbau und Sanierung Burg Bachem, Frechen
    lüderwaldt architekten, Köln
  • Alte Kelter, Kirchheim am Neckar
    lohrmannarchitekt, Stuttgart
  • Umbau und Modernisierung eines Reihenendhauses aus den 30er/50er Jahren, Stuttgart
    AMUNT Nagel Theissen, Stuttgart
  • Generalsanierung Landtag Mecklenburg-Vorpommern Schloss Schwerin
    Dannheimer & Joos Architekten, München
  • Energetische und denkmalgerechte Sanierung Studentendorf Schlachtensee, Berlin
    BRENNE Architekten, Berlin
  • EVA (Eaux-Vétérinaire-Alimentaires) Umbau und Erweiterung des Autobahnbüros, Givisiez (CH)
    Bart & Buchhofer Architekten, Biel

Jury:

Dipl.-Ing. Daniel Buchner, Buchner Bründler Architekten, Basel
Dipl.-Ing. Matthias Burkart, 4a Architekten, Stuttgart
Dipl.-Ing. Christian Duder, Werner Sobek Group, Stuttgart
Dipl.-Ing. Peter Strobel, Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern
M.A. Dorothea Dehlinger, Saint-Gobain Weber
Dipl.-Ing. Ulrike Kunkel, Chefredakteurin db
Dipl.-Ing. Christian Schönwetter, Redakteur db-Metamorphose
 
Einen Eindruck von der Jurysitzung erhalten Sie hier »

 

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