Gewonnen

Brillux Design Award

Nach 25 Jahren Deutscher Fassadenpreis hat Brillux seinen Architekturwettbewerb überarbeitet und unter dem neuen Namen »Brillux Design Award« diesen Herbst erstmals vergeben. Nach wie vor geht es darum, die wichtige Rolle des Zusammenspiels von Handwerkern, Planern und Bauherren zu unterstreichen. ‧Neben vier Fassadenkategorien gibt es nun zwei Innenraumkategorien, und die interna‧tionale Öffnung zeitigte nicht weniger als 700 eingereichte Objekt aus sechs Ländern. Und so gingen auch die Preise nicht nur nach Deutschland und Österreich, sondern auch nach Polen und in die Niederlande.

In der Kategorie Wohnbauten bedachte die Jury einen Wohnturm in Erlangen mit dem Siegerrang: Dem neuen Farbkonzept in unterschiedlichen Grüntönen gelinge es, den bis zu 24 Geschoss hohen Komplex aus seiner Monotonie zu befreien und zeitgemäßes Wohnen zu signalisieren (Ausführender ‧Betrieb: Franz Strobel Maler und Stuck).

Die Kategorie Öffentliche Gebäude führt das »Theaterkästle« in Altusried im Ober‧allgäu an (Architekturbüro Hartenstein mit Manfred Damiani Malermeister). Die 320 Alu-Dibondplatten in Rot-, Braun- und Blautönen führten zu einem lebhaften Erscheinungsbild, die in einer ausgewogenen Farbstimmung überzeuge, so Juror Christian Mohr. Zusätzliches Highlight: die 19 Künstler-Porträts von Annette von Droste-Hülshoff bis Günter Grass, die auf der Fassade verteilt sind.

Energieeffiziente Fassadensysteme (WDVS) ist die Kategorie, in der die Jury einstimmig für einen Geschosswohnungsbau am Stadteingang von Freiburg votierte (Schaller ‧Architekten und Eble Messerschmidt Partner mit B. Sope). Hier hob Jurymitglied Martin Haas von haas cook zemmrich die »kreative, innovative und markante Fassadengestaltung« hervor, die durch Faltungen und eingestellte Zierelemente in warmen Orange- und Brauntönen entsteht. Sie trage den besonderen Anforderungen der städtebaulich anspruchsvollen Entreesituation voll und ganz Rechnung.

In der Kategorie Gewerbebauten ging der Preis an das neugestaltete Bayer European Oilseed Processing Center in Monheim am Rhein, dessen Logistikhalle eine großformatig verpixelte Darstellung eines Rapsfelds trägt (Planer und ausführender Betrieb: Strauss & Hillegaart).

Die beiden Innenraum-Kategorien umfassen neben »Innenraumkonzepte Wohnen und Leben« die Sparte »Innenraumkonzepte Arbeiten«. Hier wurde das Futurium in Berlin ausgezeichnet. Daneben ‧erhielt die Erbeskopf-Realschule in Thalfang eine Nominierung (Loewer + Partner ‧Architekten mit Hahn & Weiß). Die ehemals bedrückende 70er-Jahre-Atmosphäre habe durch ein »feinnerviges Innen- und Farbraumkonzept« ein lichtes Bildungsklima erhalten, urteilte die Jury.

Der nächste Brillux Design Award wird im Mai 2020 ausgelobt.

www.brillux.de/design-award