Bessere Effizienz ist kaum teurer

Welchen Anteil haben energieeffiziente Maßnahmen an der Steigerung der Baukosten? Diese beträgt immerhin 36 % für den Zeitraum zwischen 2000 und 2014. Nach Ergebnissen verschiedener Institute sind energiesparende Konstruktionen und Gebäudetechnik dafür aber nur mit einem Anteil von unter 10 Prozentpunkten daran beteiligt. Ein Kurzgutachten des Instituts für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (ITG), das im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbarer Energien (BEE) erstellt wurde, fasst diese Ergebnisse zusammen. Nach Erkenntnissen der ARGE Kiel beispielsweise sind nur 6 Prozentpunkte an der 36 %-igen Kostensteigerung energiebedingt. Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz in München rechnet gar nur drei Prozentpunkte einer besseren energetischen Ausstattung zu. Ein Gutachten der Stadt Hamburg beziffert die Mehrkosten für Passivhäuser auf durchschnittlich 8 % und für ein Effizienzhaus 55
auf rund 3,5 %. Und die Stadt Freiburg ließ
17 Varianten von Ein- und Mehrfamilienhäusern nach KfW- bzw. EnEV-Standards vergleichen (Stand 2016). Dabei kam man zum Schluss, dass KfW-40-Mehrfamilienhäuser infolge Förderung und kleinerer Anlagentechnik in der Investition um 2,3 % günstiger waren als entsprechende EnEV-Varianten.

Als größten Preistreiber nennt das Gutachten dagegen mangelnde Bauflächen und fehlendes Baurecht, ganz im Einklang mit einer Studie des BBSR von 2017. Das ganze Gutachten steht unter »Unsere Publikationen« auf der BEE-Website. ~dr

www.bee-ev.de