Bei Cranachs

Tiefe, schmale Wohnhöfe prägen die Altstadt Wittenbergs. Zwei davon gehörten im 16. und 17. Jahrhundert der berühmten Malerfamilie Cranach und werden seit Jahren nach und nach von der Berliner Architektin Mara Pinardi saniert. Finanziert wird die Sanierung auf zähes Betreiben der Cranach-Stiftung seit Kurzem zu gleichen Teilen vom Bund, dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Wittenberg.

Die Arbeiten im älteren Hof sind nun abgeschlossen. Er umfasst unter anderem ein Cranach-Museum, Ateliers und Gästewohnungen. Die Bausubstanz ist renaissancegeprägt, 1771 wurde im spätbarocken Stil aufgestockt. Die Sanierung offenbarte unter anderem Renaissancemalereien an Decken und Wänden des Vorderhauses – vermutlich aus Cranachs Werkstatt – und eine dicke gemauerte Säule (siehe Bild). Im jüngeren Ensemble wird das Vorderhaus gegenwärtig in eine einfache Herberge umgewandelt, nach 2009 steht noch ein letztes Haus zur Sanierung an. ~red