Baupreise ziehen weiter an

Die Baupreise im Hochbau sind in Deutschland derzeit durchschnittlich 6,8 % höher als viele Auftraggeber in ihren Budgets ansetzen. Zu diesem Schluss kommen Drees & Sommer nach einer Umfrage unter gut 100 eigenen Projektleitern in den Bereichen Hochbau und Engineering. Diese verglichen veranschlagte Budgets aus den Jahren 2016/17 im vergangenen August und September mit den tatsächlichen Auftragskosten. Daneben schätzten sie die Marktlage auf der Basis der Angebotsrückläufe für die mehr als 40 Einzelgewerke.
Je weniger Angebote die Unternehmen für bestimmte Gewerke abgäben, so wird argumentiert, desto wahrscheinlicher erhöhten sie in absehbarer Zeit ihre Preise. Dem Stimmungsbarometer zufolge muss insbesondere bei GU-Leistungen für das Gesamtgebäude und die Gebäudetechnik mit Preissteigerungen von durchschnittlich mehr als 10 % gerechnet werden. Das gilt auch für Gebäudeautomation, lüftungstechnische Anlagen und Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Mit stärkeren Engpässen rechneten die Befragten u. a. auch im Stahl- und Metallbau, bei Dach- und Fassadenarbeiten sowie Glasfassaden. Insgesamt hätten sich die Preise in allen Bau-Leistungsbereichen erhöht. Zur Vermeidung von besonders großen Ausschlägen bei den Kosten rät das Beratungs- und Projektmanagement-Unternehmen angesichts insgesamt »überfüllter Auftragsbücher« zu viel Vorlauf bei Vergaben und Baubeginn – sofern möglich. ~dr

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