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Foto: Turkali Architekten
Neubau in Frankfurt a. M. von Turkali Architekten

Akademie für jüdische Kultur

Am Rand der Senckenberganlage in Frankfurt a. M. wird eine Jüdische Akademie entstehen. Die Baugenehmigung dazu wurde Anfang Januar erteilt, der Baubeginn war damals für den Spätsommer geplant. Mit Seminaren, Konferenzen, Vorträgen und Fortbildungen soll die Akademie den Diskurs über jüdisches Leben und jüdische Kultur in die Bevölkerung hineintragen – und damit auch gegen den hierzulande zunehmenden Antisemitismus wirken. Das Gebäude wird von Turkali Architekten geplant, die sich in einem geladenen Wettbewerb gegen Schneider und Schumacher, Mäckler Architekten und HGP Architekten durchsetzten.

Die Gestaltung des Gebäudes betont seine Lage auf der Spitze des Grundstücks und unterstützt damit auch seine Fernwirkung. Im auskragenden 1. OG ist ein Veranstaltungssaal für 130 Personen vorgesehen, darüber Seminarräume, eine Lounge für kleinere Veranstaltungen und eine Dachterrasse. Die benachbarte neoklassizistische Professorenvilla, nach dem Krieg wieder aufgebaut, wird ebenfalls Seminarräume bieten, außerdem Verwaltung und Archiv. Die beiden Häuser verbindet ein eingeschossiger Haupteingang, der auch Ausstellungen dienen soll. Die Fassaden des Altbaus werden restauriert, das Neubau-EG daran angelehnt in Sichtbeton und mit verputzten Oberflächen gestaltet.

Finanziert wird das Projekt mit Zuschüssen von Bund, Land und Stadt von 14,5 Mio. Euro, den Rest trägt der Bauherr, der Zentralrat der Juden in Deutschland. ~dr