40. Bausachverständigentage

Das Thema Qualität stand im Mittelpunkt der 40. Bausachverständigentage, zu denen wieder rund 1 500 Teilnehmer in Aachen zusammenkamen. Die Bandbreite reichte vom Schallschutz und Wärmeschutzstandard über Abdichtungen an Betonplatten außen und innen sowie von Dächern bis hin zur geschuldeten Trockenheit von Keller- und Abstellräumen. Ergänzt wurden diese Vorträge durch erhellende Referate von Juristen, die dem Publikum methodische Hilfestellung in Sachen »Wie sage ich’s dem Gericht« gaben und ganz klar darauf abstellten, dass es in Streitfällen zunächst darum ginge, ob der Vertrag erfüllt sei, und erst dann, welche konkrete, mitunter auch subjektive Qualität das Bauwerk aufweist – denn wie soll man reagieren, wenn der Bauherr sagt: »Das habe ich mir aber anders vorgestellt.«? Hier komme es auf den Kontext an, erläuterten die Referenten, ebenso wie beim Thema feuchte Nebenräume: Was kann der Kunde erwarten, womit muss er rechnen, wenn er etwa einen Altbau von 1939 mietet oder auch kauft?

Weitere Vorträge befassten sich mit der Praxisrelevanz von Normen, Richtlinien und Merkblättern und kamen zu ernüchternden, wenn auch nicht neuen Ergebnissen: Manche sind schlicht nicht praxistauglich, manche bürden den Planern beachtliche Mehrarbeit auf, wiederum andere definieren Klassen, die sich in der Praxis gar nicht richtig voneinander trennen lassen. Sich hier hindurchzufinden und eine klarere Linie zu bestimmen, dazu stellte dieses Treffen eine wichtige Hilfe dar. ~dr