1, 2 Ciao Karl

Die Meldungen in der Rubrik »Produkte« und das »Schaufenster« (siehe Seiten 98 und 112) stammen nicht mehr aus der beliebten, spitzen Feder von Karl Cerenko, sondern von der unabhängigen und fachlich versierten Münchner Redaktion update:BAU. Karl Cerenko, unser »ck«, muss sich neuen Aufgaben widmen. Er beherrscht sein Metier wie kein anderer: Fast zwei Jahrzehnte profitierten nicht nur wir, sondern Sie, die Leser der db, davon, dass er die Gratwanderung zwischen redaktionellem Ethos und Begehrlichkeiten der Bauindustrie mit Bravour und traumwandlerischer Sicherheit meistert. Sie konnten sich stets auf sein kenntnisreiches, ausgewogenes Urteil verlassen und darauf, dass Sie von »ck« nicht mit PR-Worthülsen abgespeist wurden. Jetzt müssen wir uns leider von ihm verabschieden. Red.

Seit diesem Heft wird die db im Redaktionssystem redline produziert. Seit 2000 lagen Erscheinungsbild und Layout der db in den versierten Händen unseres bisherigen Grafikers Björn Maser, der sich seit April in China neuen Aufgaben widmet: Er arbeitet jetzt als Grafikdesigner bei einem Fachverlag in Peking. Für das db-Layout ist bereits für dieses Heft Friederike Mönnig zuständig.
Die Mahnung, beim Bau eines Hauses an die Stadt zu denken, hätte auch er aussprechen können. Dabei ist die Architektur von Roland Rainer nicht durchweg eine, die sich anpasst und eingliedert, sondern der Funktion entsprechend ist auch die expressive, aus der Konstruktion entwickelte Sprache für Repräsentationsbauten eine, die der Stadt gerecht wird. Den anderen Pol seiner Arbeit bildete der aus dem frei interpretierten Hofhaus entwickelte Siedlungs- und Städtebau. In der Verzahnung von Landschaft, Architektur, in dichten Quartieren, mit feinfühligen Abstufungen von öffentlichen und halböffentlichen Räumen war er gleichzeitig Vorbild für jüngere Kollegen wie Vertreter einer Architektur, die sich aus der Abkehr vom dichten Blockbau der Städte zu einem mit der Landschaft verbundenen Bauen entwickelte. Im Gegensatz zu den oft geschmähten Bauten der fünfziger und sechziger Jahre war Rainer aber eben nicht bereit, die Qualität der öffentlichen Räume preiszugeben. So war auch eine der bedeutendsten Schriften, deren Mitautor er war – »Die gegliederte und aufgelockerte Stadt« von 1957 (mit Johannes Göderitz und Hubert Hoffmann) genauso eine Planungsschrift für die Zukunft wie eine Zusammenfassung der in der Vergangenheit zu diesem Thema erarbeiteten Grundlagen. Roland Rainer wurde 1919 in Klagenfurt geboren. Er war Professor an der Technischen Hochschule in Hannover, 1955 in Graz, 1956 – 80 Leiter der Meisterschule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien, 1958 – 63 Stadtplaner von Wien. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählen die Stadthalle Wien, 1955 – 58, die Stadthalle Ludwigshafen, 1962 – 65 und die Siedlung Puchnau I – III in Linz, 1966 – 95. Nicht erspart geblieben ist ihm der Umbau seiner Mehrzweckhalle in Bremen, die dabei soweit zerstört wurde, dass das, was als konstruktiv wirksames Ausdrucksmittel genutzt wurde, – die weit auskragenden Träger des Hallendachs – zur bloßen Staffage verkümmert (siehe db 3/04). Roland Rainer ist am 10. April im Alter von fast 94 Jahren in Wien gestorben. ch
Eigentlich ist Bremen in den letzten Monaten mit der Art und Weise, wie es mit Roland Rainers Stadthalle umgegangen ist – siehe oben – , baukulturell eher in Verruf geraten. Spät, vielleicht zu spät wurde jetzt in den Räumen des Speichers XI der Bremer Überseestadt das b.zb – Bremer Zentrum für Baukultur – eröffnet. Sinn der Sache: In der breiten Öffentlichkeit sollen der »baukulturelle Dialog und Architekturvermittlung« belebt werden.
Das Zentrum verfügt über ein Archiv, Veranstaltungs- und Ausstellungsräume und eine Bibliothek.
Mit Freunden zusammen war er auf einer Skiwanderung, in Kärnten, seiner Heimat. Eine Gletscherspalte wurde ihm zum Verhängnis. 1939 wurde er in Villach geboren. Nach dem Studium in Graz hat er in verschiedenen Ingenieurbüros gearbeitet. Seit 1972 war er in Berlin vor allem als Tragwerksplaner tätig, und seit 1989 gab er als Professor für Tragwerkslehre seine Erfahrungen an die nachfolgende Ingenieurgeneration weiter. Ich habe ihn als aufrechten und engagierten Ingenieur zum ersten Mal bei einer Podiumsdiskussion zum Thema »Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren« 1992 in Dresden erlebt und, einige Jahre später, 2000 in Berlin, als es um den leider aussichtslosen Kampf für den Erhalt des »Ahornblattes« ging. Gerhard Pichler ist am 1. April ums Leben gekommen, kurz vor seinem 65. Geburtstag. wd
Wer es in Europa an der Lunge und auch ein wenig Geld hatte, der begab sich um 1900 in das 300 Meter oberhalb von Davos gebaute Sanatorium. Im Mai 1912 besuchte Thomas Mann ebenda seine erkrankte Gemahlin und schrieb anschließend zehn Jahre lang seinen Roman »Der Zauberberg«. In den fünfziger Jahren wurde das Sanatorium zum Hotel umgebaut, und statt der Lungenleidenden kamen Wintersportler. Doch der Zahn der Zeit nagte am beschaulichen Ensemble, das Hotel scheint veraltet, die Lifte sind marode – der anspruchsvolle Gast rümpft die Nase und bleibt aus. Nun haben zwei Schweizer Investoren – Pius App und Erich Schmid – das gesamte Gebiet von der Talstation der Seilbahn bis zum Strelagrat inklusive Hotelkomplex erworben und wollen es zu neuem Leben erwecken – natürlich Gewinn bringend. Dafür dürfen einem Luxushotel mit 93 Zimmern heute weder der Wellnessbereich noch ein attraktives Skigebiet fehlen, sagen sie. Schon graut es den Heimat- und Naturschützern. Jetzt steht zudem das Hotel unter Denkmalschutz – und so kamen die Investoren auf die Idee, sich bei Architekten eine zündende Idee zu suchen. Jacques Herzog und Pierre de Meuron aus dem gar nicht fernen Basel schlugen ein abenteuerlich‘ Hochhüsli vor, 26 Geschosse und damit 105 Meter hoch, oberhalb der Bergstation gebaut, darin etwa sechzig Hotelzimmer; der Rest solle als Eigentumswohnungen verkauft werden. Immerhin soll die Schatzalp – so heißt das schöne Fleckchen – autofrei bleiben, das heißt, im Tale wird ein unterirdisches Parkhaus hinzukommen. Und Lifte und Seilbahnen werden mit erhöhten Transportkapazitäten neu gebaut, die Restaurants zur Speisung der Feriengäste natürlich auch. Es wird hoch hergehen auf der Schatzalp. Herzog & de Meuron argumentieren, dass mit dem Turm der kleinstmögliche Grund überbaut werde. ub
Sauerbruch Hutton bauen ein Hochhaus in München. Ein Wettbewerb ergab, dass das Hochhaus für den ADAC an der Hansastraße von den Berliner Architekten gebaut werden solle. 82 Meter hoch und in gelben Sonnenschutz-Farbtönen gehalten, wird es freundlich wirken; am meisten überzeugte aber das funktionale Erschließungskonzept durch eine interne Ringstraße die Jury. Braunfels, Teherani und Speer jun. waren in dieser Jury, die Goetz und Hootz sowie Allmann Sattler Wappner auf die nächsten Plätze setzte. Nicht hoch auf Teufel komm raus, sondern so hoch, wie die Nutzung es erfordert – beschloss der ADAC als Bauherr.
Santiago Calatrava baut ein Wohnhochhaus in Manhattan, 300 Meter hoch am Ufer des East River (Bilder 5, 6). Verglaste Baukörper ranken um einen Betonkern in die Höhe, in erstaunlich schlichter Formensprache für den sonst so expressiven Spanier. Ebenfalls in Manhattan, allerdings an der West Side, baut Richard Meier drei Hochhäuser mit Luxusapartments. Viel Glas und hohe Räume garantieren den Luxus zumindest im Hinausschauen. Die jeweiligen Investoren scheinen nicht zu fürchten, dass die Wirtschaftskrise der vermögenden »upper class« etwas anhaben kann.
Die Idee war bereits in funktionaler Hinsicht bestechend: ein mobiles Ticket-Verkaufsvehikel solle erst einmal ein paar Monate in Wien und dann in anderen europäischen Städten den potenziellen Besuchern gewissermaßen entgegenkommen. »Österreich Ticket« und das Az W lobten einen Wettbewerb aus, den die Gruppe GRMW (Patrick Walkensteiner, Hannes Metzger, Andreas Graf und Manfred Rudy) gewann und nun bauen darf. Modular aufgebaut, erlaubt die heitere Box vielfältige Variationen. Mal hier, mal dort aufgestellt könnte sich das Teil zu einer wieder erkennbaren Kartenquelle mausern …
Die immer mal wieder anders besetzte Jury des Pritzker Preises entscheidet sich generell dazu, kompromisslose, engagierte und sehr individuelle Architekten auszuzeichnen. Mit Zaha Hadid bekam nun auch die erste Frau diesen begehrten Preis, offiziell wird er ihr am 31. Mai in St. Petersburg verliehen – wo Malevich, den sie schätzt, lebte und wirkte; ein hübscher Zufall. Mit 53 ist Zaha Hadid auch eine außerordentlich junge Preisträgerin. Durchweg wird ihre experimentelle, erfindungsfreudige Art, Räume zu gestalten, anerkannt. Dass sie in den letzten Jahren oft zum Bauen kam und dabei Disziplin bewies – hier zu Lande in Weil am Rhein (db Sonderheft Balthasar-Neumann-Preis 2000) und in Wolfsburg (siehe db 8/03) – veränderte ihren Ruf als überbordende, bisweilen widerspenstige Architektin; zugleich konnte sie nicht mehr als »Papiertigerin« aus einem Teil des Architekturdiskurses hinausbugsiert werden. Ob Zaha Hadid »at her best« ist, kann man nicht wissen. Sie steckt mitten drin im Bauleben – und wer weiß, was noch kommen wird, wenn sie furchtlos und unbeirrbar ihren Weg weiterschreitet? ub
Das Fraunhofer Solar Building Innovation Center öffnete in Freiburg seine Pforten. Wer sich für solares Bauen interessiert, bekommt hier erste Einblicke in den neuesten Stand von Technik und Gestalt. Schwerpunkt der Ausstellung sind derzeit Kühlung mit Solarenergie, Leichtbaustoffe mit dem thermischen Komfort von Massivwänden und Sonnenschutzsysteme. Tel. (0761) 45888500, www.sobic.fraunhofer.de
Nicht nur die Ruhrfestspiele, sondern auch das Ikonenmuseum ließen den Ruf Recklinghausens als Kulturstadt über die Region hinaus bekannt werden. Wie es so ist: Alles wächst und gedeiht und muss dann irgendwann einmal neu geordnet werden. Nun fügt sich in Recklinghausen günstig, dass der Städtische Saalbau von 1897 brandschutztechnisch nicht mehr als Veranstaltungsort akzeptiert werden konnte. Er soll nun erst einmal umgebaut und dann um ein neues Museumszentrum erweitert werden. Hinein sollen Ikonenmuseum, Kunsthalle und Heimatmuseum. Nun hatten Auer + Weber + Partner eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, man sollte aber nicht auf einen Realisierungswettbewerb verzichten! ub
… und zwar das »Original« aus Ludwigsburg, trifft sich ebenda am 13. Mai um 19.30 Uhr im Ratskeller des Rathauses. Debattiert wird über Arno Lederers Schulerweiterung in Heilbronn, Barkow Leibingers Vertriebszentrum in Ditzingen und die Zollingerhalle in Ludwigsburg von Bottega und Ehrhardt. Auf dem Podium gefordert sind unter anderem der Schweizer Publizist Benedikt Loderer und der Hamburger Architekt Carsten Roth.
Eine glänzende Idee mit etwas Tatkraft umsetzen – das ist in Ingolstadt gelungen. Was tun mit den Kasematten der ehemaligen Bayerischen Landesfestung? Drei Meter dicke Mauern, wenig Tageslicht, enge Räume, hunderte von Metern lang? Die Ingolstädter Metallverarbeiter Fielitz renovierten zusammen mit den Denkmalschützern etwa 200 Meter von den Kasematten – und taten sich mit anderen Unternehmen aus der Bau- und Einrichtungsbranche zusammen, um schlichtweg dicht beieinander auszustellen, was sie können und machen und haben. Wie lassen sich Bleche falzen, biegen und stanzen? Stein und Blech zu Verbundwerkstoffen kombinieren? Wie lassen sich Werkstoffe mit Licht zu trefflicher Inszenierung vereinen? Der Besuch der neuen »Materialwerkstatt« lohnt sich. Bis auf weiteres sollten Sie sich via info@materialwerkstatt- fielitz.de anmelden, aber vermutlich wird es immer mal wieder Veranstaltungen geben, die passende Themen für Architekten, Ingenieure und Designer aufgreifen. ub
Im historischen Landschaftspark von Schloss Dyck bei Jüchen hatten Kunststudenten und Studenten der Landschaftsarchitektur in einem Workshop Gelegenheit zum interdisziplinären Austausch. Vier der damals unter Elizabeth Sikiaridi (Universität Duisburg-Essen) und Jochen Breme (Alanus Hochschule Alfter) erarbeiteten Ergebnisse wurden verwirklicht und konnten im Park angeschaut werden. Die dokumentierten Arbeiten können nun im Rahmen einer Wanderausstellung besichtigt werden: Im Teehaus der Stiftung Schloss Dyck/Jüchen, 1. bis 30. Mai (www.stiftung-schloss-dyck.de), in der Hauptbibliothek der Universität Duisburg-Essen, Universitätsstraße 9-11, 1. bis 18. Juni (www.stiftung-schloss-dyck.de) und in der Alanus Hochschule/ Alfter, Johannishof, 21. Juni bis 9. Juli (www.stiftung-schloss-dyck.de).
Hinein in die »Holzstadt«! Studenten und junge Architekten, deren Diplom nicht länger als zwei Jahre zurückliegt, sollen sich Gedanken zur Gestaltung des Eingangsbereichs für Quartier am Alten Hafen der Hansestadt Wismar machen, an dem man sich über Holz in vielfältiger Form informieren kann. Themenpark, Hotel und Veranstaltungszentrum sollen Besucher anziehen. Informationen unter www.nord- europaeische-bauakademie.de
Wer städtebaulich wirkender Stadtplaner, Architekt oder Landschaftsplaner ist, bewerbe sich beim Deutschen Städtebaupreis 2004. Es muss aber wirklich um stadträumlich »außergewöhnliche, nachhaltige und zukunftsweisende Beiträge zur Stadtgestaltung sowie zur räumlichen Stadtentwicklung« gehen. Ein mit 5000 Euro dotierter Sonderpreis wird für Projekte vergeben, die sich dem Thema »Temporäre Nutzungen in urbanen Räumen« stellen. Der Deutsche Städtebaupreis – dotiert mit 15000 Euro – wird seit 1980 als »Walter Hesselbach Preis« vergeben. Einsendeschluss: 15. Mai! Informationen bei der SEB AG, Unternehmensstab, Ulmenstraße 30, 60283 Frankfurt.
Mit der Spaltung der Gesellschaft in Verlierer und Gewinner und dem Abbau des Sozialstaats bekommen diejenigen am meisten aufgebürdet, die am wenigsten zu tragen imstande sind. Sie müssen nicht nur mit der eigenen Angst und der Erwartung einer dunkelgrauen Zukunft kämpfen, sondern auch die Integrationsleistung erbringen, die von den Villen am Stadtrand gefordert wird, und die Konsequenzen der Ökonomisierung der öffentlichen Hand tragen, ob im Nahverkehr oder in der infrastrukturellen Ausstattung ihres Wohnumfelds. Das belastet das Miteinander in den Quartieren, in denen diese Menschen noch eine Bleibe finden, erheblich. Projekte, die gegen diese Entwicklung arbeiten, sollen gewürdigt werden: Mit ihrem »Preis Soziale Stadt« will die Schader-Stiftung jenen gerecht werden, die sich um unsere Gesellschaft verdient machen. Ein erster Erfolg wäre eine große Teilnehmerzahl. Also bitte: auch hier mitmischen. Information: vhw. Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e. V., Geschäftsstelle des Wettbewerbs »Preis Soziale Stadt 2004« Straße des 17. Juni 114, 10623 Berlin, Tel. (030) 390473-26/-13, Fax (030) 390473-19, preis.soziale.stadt@ vhw-online.de, www.schader-stiftung.de
»SolidSurfaceDesign 2004« ist der erste und mit 12000 Euro dotierte, europaweit ausgelobte Architekturwettbewerb für Mineralwerkstoffe. Eingereicht werden Projekte der Sparten Innenarchitektur und -ausbau. Termin ist der 31. Mai, also schnell nachfragen bei Karin Friedhof, Tel. (0521) 9653350, im Internet unter www.e3s.info.
»JA – japan architect« lobt den internationalen Shinkenchiku Residential Design Preis aus: Das Besondere daran ist, dass nur ein einziger Juror entscheidet. Dieses Mal ist es Steven Holl, und dann weiß man schon: Ein gehöriges Maß an Komplexität ist erwünscht. Bis zum 26. Juli 2004 müssen die Wohnprojekte eingereicht sein, also: Rechtzeitig losschicken, Informationen unter www.japan-architect.co.jp.
Den ersten Hochhaus-Preis erhielten Kohn Pedersen Fox für den Hauptsitz des niederländischen Ministeriums für Erziehung, Kunst und Wissenschaft – in Den Haag. 144 Meter hoch, wurde das Gebäude aufgrund seiner Zeichenhaftigkeit im städtischen Kontext gelobt. Anerkennungen erhielten der 117 Meter hohe Kyobo Tower in Seoul, ein Bürodoppelturm von Mario Botta, die Cove Apartments in Sydney von Harry Seidler & Associates sowie Fosters 180 Meter hohes Bürohaus in London. Der Preis ist mit 50000 Euro dotiert und wird von der DekaBank mit der Stadt Frankfurt alle zwei Jahre ausgelobt.
Johannes Modersohn und Antje Freiesleben sind mit dem Kunstpreis Berlin 2004 der Akademie der Künste ausgezeichnet worden. Beide studierten in Berlin, Modersohn arbeitete im Büro Hilmer & Sattler. Antje Freiesleben gewann 1990 den Schinkelpreis und war Mitarbeiterin bei Kleihues, Deubzer & König und Müller-Reimann. In der Jury des Preises wirkten Fritz Neumeyer, Jürgen Sawade und Erich Schneider-Wessling. Das Bild zeigt das Beisheim Center am Potsdamer Platz von Modersohn und Freiesleben.
»Con-con 2004« fördert Eingriffe in den öffentlichen Raum, die diesen wirkungsvoll verbessern. Das klassische Prinzip der »Kunst am Bau« wird dabei außer Acht gelassen, es geht um mehr. Nach einem Kolloquium 2002 wurden zwölf Projekte zu Berliner Brücken entworfen, vier davon fand eine Jury so gut, dass sie ab 8. Mai bis 10. Oktober realisiert zu sehen sind. con-con wird vom Hauptstadtkulturfond gefördert. AMP Arquitectos + Susanne Lorenz entwarfen das Badeschiff Spreebrücke; Mischa Kuball, Düsseldorf + Riken Yamamoto, Yokohama + Beda Faessler konzipierten für die Friedrichsbrücke eine »Lichtbrücke«, Tom Heneghan + Manu Kumar eine Fata Morgana an der Eisernen Brücke (siehe Bild). Olaf Nicolai motiviert die Berliner Zeitungsleser: Er schlägt ein Projekt für die Ufer- und Brückenlandschaft an der Spree vor, in dem die Öffentlichkeit zum Partner wird, und bezieht dieses auf die vorgenannten Konstellationen, die der realisierten Architektur vorausgehen. Die Öffentlichkeit wird von Nicolai über eine ganzseitige Anzeige in einer Berliner Zeitung angesprochen. Informationen unter www.stadtkunstprojekte.de.
An der FH Potsdam kann man jetzt den Masterstudiengang Bauerhaltung im Fachbereich Bauingenieurwesen wählen, in dem es vor allem um die technischen Aspekte der Bauwerkserhaltung geht. Informieren Sie sich darüber bei Gunnar Schulz-Terfloth, Pappelallee 8–9, 14469 Potsdam, Tel. (0331) 5801321 oder unter www.fh-potsdam.de/~Bauing.
Zum sechsten Mal wird vom 24. September bis zum 1. Oktober das Forum aktueller Architektur in Köln veranstaltet. Für die Teilnahme muss man sich bewerben – und zwar bis zum 5. Juli. Das Thema ist in diesem Jahr das Wohnen, einen Preis gibt es auch dieses Mal wieder: 5000 Euro für den besten Projektbeitrag. Informationen bei plan project, Hahnenstraße 12, 50667 Köln, Tel. (0221) 2571534, http://www.plan-project.com.