… Wien (A)

Erweiterung der Stadthalle (Halle F)
Standort: Vogelweidplatz 14 Architekten: Dietrich | Untertrifaller, Bregenz (A) Eröffnung: Februar 2006

Der Architekt und Stadtplaner Roland Rainer realisierte zwischen 1958 und 1994 einen vielgliedrigen Komplex, der neben der bis zu 20 000 Zuschauer fassenden Wiener Stadthalle noch eine Schwimmhalle und mehrere kleinere Hallen mit einschließt. Im Jahr 2002 stellten sich die Architekten Much Untertrifaller und Helmut Dietrich aus Bregenz in einem Wettbewerb der nicht ganz einfachen Aufgabe, das Ensemble mit einer neuen Halle für 2000 Zuschauer zu ergänzen und zugleich dessen städtebaulich unbefriedigende Erschließung zu verbessern. Das im wortwörtlichen Sinne »hervorstechendste« Merkmal der neuen »Halle F«, eine Auskragung von rund zwölf Metern, dient als überdachter Zugang, der dem Stadthallenquartier endlich ein Gesicht verleiht. In der »Halle F« werden künftig Konzerte, Theateraufführungen oder Kongresse stattfinden. Auf einen durchgehend flachen Hallenboden konnte daher verzichtet werden. Das gab den Architekten die Möglichkeit, eine statisch anspruchsvolle Käfigkonstruktion zu verwirklichen, deren mehrfach geknickte Form wie ein intelligenter Klon von Rainers Ur-Stadthalle erscheint.
Das außen wie innen knallrote Auditorium wird von Foyers umschlossen, die mit Akazienholzpaneelen verkleidet wurden. Die verglasten Wandelgänge folgen als Rampe mit sechs Prozent Neigung den ansteigenden Sitzreihen. Oliver Elser