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Foto: htw saar/Julia Schygulla

»Standpunkte« an der htw saar

An der Architekturfakultät der htw saar in Quierschied-Göttelborn herrscht eine fast schon klösterliche Atmosphäre. Sie ist in den historischen Gebäuden einer stillgelegten Kohlegrube untergebracht. Vom Büro augustinundfrankarchitekten ursprünglich zur Veranstaltungsstätte umgebaut, wurde sie als solche aber nie genutzt. Knapp 20 km auf der Autobahn sind vom Hauptsitz der Hochschule in Saarbrücken bis dorthin zurückzulegen. Weniger Ablenkung vom Studium als in dieser Abgeschiedenheit ist kaum vorstellbar. Hier bearbeiten seit Anfang April einige Masterstudenten den von der db erstmalig ausgeschriebenen Studentenwettbewerb für Architekturkritik, »Standpunkte«, betreut von Ulrich Pantle (Abb. ganz rechts), der als Professor u. a. Architekturtheorie lehrt. Bei meinem Besuch vor Ort fand sich eine Runde von elf angehenden Architekturkritikern zusammen. Alle waren mit jeweils einer kleinen Auswahl an Projekten, bei denen eine Architekturkritik ergiebig und reizvoll sein könnte, bestens vorbereitet: eine anregende Übersicht aktueller saarländischer Architekturprojekte. Im Gespräch konnten sie die eine oder andere Frage zur Recherchearbeit, zur Kontaktaufnahme mit potenziellen Gesprächspartnern und zu den Formalien des Wettbewerbs klären.

Wir in der db-Redaktion freuen uns auf die Analysen und Kritiken, die während des Seminars entstehen werden, ebenso wie auf die der anderen teilnehmenden Hochschulen von der RWTH Aachen bis zur TU Berlin – freuen Sie sich mit uns auf die Januar-Ausgabe mit den Preisträgertexten. Mitmachen ist noch bis 30. September möglich. ~mh

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