Messestand für das Produktportfolio der Firma Röhm/Degussa

Kreativ-Box aus Acrylglas

Entwurf von Jens Mielke im Sommer- semester 2005 an der TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung Prof. Johann Eisele. Betreuung: Stephan Nicolay

Der Entwurf eines Messestands für die Firma Röhm/Degussa entstand innerhalb eines Seminars zum Thema Kunststoff in der Architektur. Der Messestand soll der Präsentation des Produktportfolios der Firma dienen. Schon das Erscheinungsbild und die Anmutung des Messeauftritts sollen die Philosophie des Unternehmens transportieren und den Besucher zum Eintreten einladen.
Der Raum wird von orthogonal zueinander ausgerichteten Scheiben gebildet. Als primäres Material wird Acrylglas verwendet. Von außen präsentiert sich der Messestand in der klaren Form eines Quaders. Nähert sich der Besucher dem Stand und ändert damit seinen Blickwinkel, löst sich der Quader in seine orthogonale Struktur auf, beim Eintreten eröffnet sich dem Besucher ein großzügiges und transparentes Raumgefüge. In beiden Richtungen des raumbildenden Rasters haben die transparenten Acrylglasplatten jeweils eine Farbe. Im Zusammenspiel mit den Lichtverhältnissen, gezielter Illumination sorgt die Überlagerung der beiden Farben dann, je nach Standort des Messebesuchers, für ein wechselndes Erscheinungsbild. Die Grundfläche des Messestands beträgt 10,75 x 9,55 Meter. Neben der Ausstellungsfläche beinhaltet der Stand einen Vortrags- und Besprechungsbereich sowie eine Catering-Zone. Durch den zugrunde liegenden Raster von 115 x 75 Zentimetern kann die Fläche in ihrer Größe an die jeweilige Ausstellungsfläche auf der Messe individuell angepasst werden. In der Mitte der Ausstellungsfläche befinden sich mit dem Produktportfolio bestückte Podeste. Auf den Podesten kann der Besucher mit den Produkten der Firma Röhm spielerisch umgehen und so ein Gefühl für die Beschaffenheit des Materials bekommen. Die Acrylglasplatten werden mit Aluminium-Formteilen verbunden. Die Formteile werden im Bereich des oberen Raumabschlusses mit Spannseilen ausge- steift, die zusätzlich als Halterung für die Beleuchtung dienen. Die Modularität des Messestands und die maximale Größe eines Einzelteils von 115 x 75 Zentimetern stellen einen kostengünstigen Transport und einen schnellen Auf- und Abbau sicher. In der geplanten Konfiguration des Stands finden die Acrylglasplatten auf zehn Europaletten Platz – zuzüglich Formteilen, Bodenplatten, Sitzflächen, Theken, Beleuchtung und Zubehör. Jens Mielke