Gewonnen: Iconic Awards 2014

Iconic Awards 2014
Der Rat für Formgebung würdigt mit den Iconic Awards prägnante, ganzheitlich gedachte Architekturprojekte, Raumgestaltungen und Markenauftritte. Im zweiten Jahr ihres Bestehens haben sich die Awards bereits als internationaler Wettbewerb etabliert. Von der Fachjury aus Architekten, Innenarchitekten und Designern wurden 48 Einreichungen mit der Auszeichnung »Best of Best« geehrt. Dazu gehört die gesundheitswissenschaftliche Fakultät [9] in Zaragoza (Taller Basico mit Javier Perez Herreras), die u. a. durch ihre hohe Wiedererkennbarkeit überzeugte. Die schuppenartigen Wandscheiben leiten das Tageslicht zielgerichtet ins Gebäude und sind zugleich wirkungsvoller Sonnenschutz. In der Kategorie Exhibition wurde die begehbare Installation »Unschärfe« (Matthias Loebermann, Hochschule Biberach) ausgezeichnet [10]. Erzielt wird der verblüffende Effekt durch den geschickten Einsatz von Baustahlmatten. Keine Raumkante weist eine eindeutige, klare Linie auf, die Konturen verschwimmen. Die Preisverleihung der Awards findet am 6. Oktober auf der Expo Real in München statt.

Praemium Imperiale 2014
Mit dem kaiserlichen Preis wird jedes Jahr je ein Vertreter der Sparten Malerei, Bildhauerei, Architektur, Musik und Theater/Film für sein Lebenswerk und für dessen Beitrag zur Weiterentwicklung und Förderung der Kunst gewürdigt. Träger des Preises für Architektur ist dieses Jahr Steven Holl. Die Jury hebt seinen Umgang mit Licht und Farbe im Raum heraus. Gemeinsam mit der Geschichte und Kultur eines Standorts bildet er eine Einheit, die es zu erfahren gilt. Holl bekundete seine zweifache Dankbarkeit für die Auszeichnung: einerseits, weil Architektur auch ein Teil von Malerei, Skulptur und Musik sei, und andererseits, weil er seinen ersten wesentlichen Bau 1989 in Fukuoka – das Void Space / Hinged Space Housing – realisieren konnte.
Der Preis wird von der Japan Art Association im Namen ihres 1987 verstorbenen ideellen Stifters, Prinz Takamatsu, vergeben. Finanziert wird der mit 15 Mio. Yen (rund 110 000 Euro) dotierte Kunstpreis von zahlreichen Spendern v. a. aus der japanischen Industrie.
BDA-SARP-Award 2014
Der gemeinsame Preis von BDA und dem polnischen Architektenverband SARP wird alljährlich für herausragende Abschlussarbeiten im Fach Architektur vergeben. Die Finalisten, dieses Jahr neun aus jedem Land, nehmen vor der Verleihung außerdem an einem dreitägigen Workshop teil. Preisträger wurde Peter Behrbohm von der UdK Berlin mit seiner Arbeit »Bauvorleistung Alexanderplatz« [11]. Sie enthülle die unterirdischen Äquivalente der im Lauf der Jahrhunderte den Platz prägenden Gebäude und Strukturen, so die Begründung. Die unterirdische Stadt springe an manchen Stellen auf und verleihe ihr damit eine neue Definition von Authentizität. Sie lade in ihre Räume ein, die eine Funktionsvielfalt für soziale Integration und unterschiedliche Aktivitäten besitze. Neben diesem Preis wurden eine dotierte Auszeichnung und drei »Auszeichnungen zweiten Grades« vergeben. Die dotierte Auszeichnung ging an Kamil Zdzislaw Bzura von der TU Bialystok für sein »Theatre on the River Suprasl« – ein schwimmendes Theater, das sich auf »stille, gleichwohl surreale Weise« selbst inszeniert, sodass die Besucher Teil der Aufführung werden können.