Gewonnen: Deutscher Fassadenpreis 2013

Deutscher Fassadenpreis 2013
Dieses Jahr wurden im Deutschen Fassadenpreis, ausgeschrieben von Brillux, 22 Preise und Auszeichnungen in sieben Kategorien vergeben. Sie zeichnen sich u. a. durch »maßgeschneiderte Farbigkeit, vorbildlich gelungene Anbindung sowie besonders feine handwerkliche Leistungen« aus. Die Fassade eines Mehrfamilienhauses in Berlin-Kreuzberg (Welter + Welter Architekten, Berlin; Ausführung: DHS Bauconsulting, Berlin) [20] etwa behielt ihre Grundstruktur, der Einsatz der Farbe stellt jedoch neue Zusammenhänge her. Außerdem setzen unterschiedlich feine Putze das Treppenhaus und die übrige Fassade dezent voneinander ab. Das Projekt erhielt den 1. Preis in der Kategorie Wohn- und Geschäftshäuser. Eine Anerkennung in der Kategorie Industrie- und Gewerbebauten wurde der markant gegliederten Rettungswache [21] in Leverkusen-Steinbüchel (Peter Kulka Architektur, Köln; Ausführung: Schneider Malerfachbetrieb, Leverkusen) zugesprochen. Zwischen dem zweigeschossigen Gebäudeteil und den Garagen befindet sich ein Wasserbecken, vor dem eine Terrasse verläuft. Der Einsatz von kräftigem Rot verleihe dem Freiraum eine besondere Aufenthaltsqualität, so die Jury.

Gips-Schüle-Forschungspreis
Innovationspotenzial und gesellschaftlicher Nutzen müssen die Forschungen auszeichnen, die von der Gips-Schüle-Stiftung aus Stuttgart ausgezeichnet werden. Der dieses Jahr erstmals vergebene Preis ging an das interdisziplinäre Team der scharnierlosen Fassadenlamelle »Flectofin« (s. db 3/ 2012, S. 64): Jan Knippers von der Universität Stuttgart, Thomas Speck von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Markus Milwich vom Institut für Textil- und Verfahrenstechnik in Denkendorf.
Brandenburgischer Baukulturpreis
Die Brandenburgische Architektenkammer und Ingenieurkammer haben die »Bibliothek im Kontor« [22/23] in Wittstock mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis ausgezeichnet. Kannenberg Architekten aus Wittstock bauten das zweigeschossige Fachwerkhaus, Teil eines ehemaligen Tuchmacherei-Ensembles, in intensiver Zusammenarbeit mit der Kommune zur Stadtbibliothek um. Die Jury lobte den »Mut, Denkmal und öffentliche Nutzung zu verschmelzen«, den man beim Durchschreiten der historischen Raumstruktur spüre: »Keiner der Teile wird durch den anderen dominiert.«