Gewonnen

12. Tile of Spain Awards
In der 12. Auflage der Tile of Spain Awards hat der spanische Fliesenverband ASCER drei Projekte ausgezeichnet, die ihren besonderen Charakter aus keramischen Elementen beziehen. Den 1. Preis in der Kategorie Architektur konnte sich das Regenerationsprojekt »Riera de la Salut« vom jungen Architekten Pol Femenias Ureña sichern. Eine Art Gitterwerk in verspringenden Höhen zeichnet den Verlauf einer Mauer nach, die einst eng stehende Arbeiterhäuser von einer mittlerweile abgerissenen Textilfabrik in Sant Feliu de Llobregat trennte. Die neu entstandene Mauer besteht aus eigens angefertigten glasierten Tonziegeln in acht unterschiedlichen Farben und bildet einen 150 m langen Horizont für den auf dem Brachgelände angelegten Park.

Deutscher Fassadenpreis für VHF
Der Architekturpreis für vorgehängte hinterlüftete Fassaden ging diesmal an das sanierte Hochhaus C10 der Hochschule Darmstadt. Das 16-geschossige Gebäude aus den 60er Jahren ist in der Universitätsstadt weithin sichtbar, u. a. mit seiner neuen Südfassade. Vor die bestehende Fassade wurden 70 cm tiefe fest stehende Elemente aus hellbronzefarbenem Aluminium gesetzt, die einerseits einen windfesten Sonnenschutz bieten und anderereits die Fassade prägnant rhythmisieren. Die Planer, Staab Architekten, entwickelten sie entsprechend der Lage und Ausrichtung des Gebäudes, außerdem wurden komplexe Fragen zu Windlasten, Vibrations- und Schwingungsverhalten, Geräuschentwicklung und Verhalten im Brandfall anhand eines 1:1-Modells untersucht. Die Jury des Deutschen Fassadenpreises für VHF befand, dass das Hochhaus »die Nachkriegsmoderne zeitgemäß weiterdenkt«.
Urban Intervention Award 2013
Kinokomplex wird Hörsaalgebäude: Im belgischen Lüttich belebt der umgenutzte Bau ein Quartier im Herzen der Stadt und kurbelt zugleich die lokale Wirtschaft an. Dafür erhielt er den Urban Intervention Award in der Kategorie »Built«, mit dem die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nun zum zweiten Mal Projekte auszeichnete, die substanzielle Beiträge zur Neudefinition, Wiederbelebung und Aufwertung von innerstädtischen Quartieren liefern. Der nur kurzzeitig frequentierte Bau in Lüttich wandelte sich zu einem permanent genutzten Ort mit vielfältigen Freiräumen. Wichtig war beim Umbau u. a., den »gesellschaftlichen Mehrwert« sichtbar zu machen. Dazu ergänzten die Planer, Dethier Architecture, zwei lange Balkone und ersetzten die spiegelnden Fenster durch Klarglas. Gemeinschaftsräume und Hörsäle sind mit virtuellen roten Flächen verbunden. Die Jury betonte die große Leistung der Stadt, ein neues Universitätsgebäude im Zentrum zu errichten.