Gewonnen

Fritz-Höger-Preis 2011
Den Fritz-Höger-Preis erhalten dieses Jahr meck architekten aus München, für das Dominikuszentrum [9] in München (s. db 1/2009, S. 68). »Der skulpturale Baukörper beeindruckt durch seine klare Formensprache sowie die sorgfältige und hochwertige Materialverarbeitung. Der verwendete Klinker verleiht dem komplexen Ensemble Lebendigkeit, Haptik und manuelle Qualität zugleich«, lautet die Begründung der Jury. Weitere Preise erhielten u. a. Dominikus Stark, München, für das Education Center in Ruanda (s. db 4/2011, S. 6) und Harter + Kanzler, Freiburg, für ihren Bauhof in Haslach (ebd., S. 40).

Souto Moura bekommt Pritzker-Preis
Eduardo Souto de Moura ist der diesjährige Pritzker-Preisträger. Die Jury begründet ihre Wahl so: »Souto de Moura hat stets den Kontext im weitesten Sinn respektiert und seine Bauten in Ort, Zeit und Funktion begründet. Seine Architektur betont das Gefühl für die Geschichte und erweitert die Bandbreite zeitgenössischen Ausdrucks … Sie erscheint mühelos, rein und einfach, und jedes Projekt ist durchdrungen von Sorgfalt und Poesie.«
Roger Diener für Baukultur geehrt
Am 4. Mai wird dem Schweizer Architekten Roger Diener für sein nachhaltiges Wirken für die europäische Baukultur die Heinrich-Tessenow-Medaille verliehen. Die Veranstaltung findet im Festspielhaus Dresden-Hellerau statt, wo bis zum 29. Mai auch eine Ausstellung mit Zeichnungen und Modellen aus dem Büro Diener & Diener gezeigt wird.
Plagiarius 2011
Selbstverständlich gibt es auch beim 35. Durchgang des »Plagiarius« wieder besonders dreiste Produktfälschungen zu entdecken, diesmal allerdings für Architekten weniger relevante. Auf jeden Fall aber kann man der unermüdlichen Arbeit Rido Busses unterstellen, dass sie das Bewusstsein für das Problem geweckt hat. Die Zollbilanz 2010 zeigt, dass die beschlagnahmten Fälschungen letztes Jahr einen Wert von 96 Mio. Euro hatten; ein knappes Drittel von 2009 und 8 % von 2007.