Gewonnen

Grosser DAI-Preis für Baukultur
Jörg Schlaich erhielt im September den Großen Preis für Baukultur vom Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine DAI. In seiner Publikation »BAUKULTUR« 5/2012 preist der Verband den Gründer von schlaich bergermann und partner, Stuttgart, für seine charismatische Persönlichkeit und Neugier, doch selbstverständlich ebenso sein Werk: die mit dem jeweiligen Ort verbundenen, herausragenden Brücken – seien sie fast unsichtbar in die Landschaft eingefügt oder prägend für den Ort – sowie die bemerkenswerten Entwicklungen und Bauwerke in Leichtbauweise, von Stuttgart bis Afrika, Asien und an den Amazonas. Auch wir gratulieren herzlich!

Stahlbaupreis 2012
Am 19. Oktober wird der Preis des Deutschen Stahlbaus 2012 an Staab Architekten verliehen, auf dem Deutschen Stahlbautag in Aachen. Prämiertes Projekt ist das Museum der Bayerischen Könige [14] in Hohenschwangau, eine »vollendete Synthese aus deutender Formsetzung und ingenieuser Formfindung«, wie die Jury befand: Die neuen stählernen Gewölbeschalen spielten souverän mit der Historie und heraldischen Mustern. Zusätzlich erhalten Staab Architekten eine Auszeichnung für den Umbau des Albertinums in Dresden.
Bremer Bauherrenpreis
Zum 3. Mal wurde der Bremer Landespreis für vorbildlichen modernen Wohnungsbau verliehen. Aus 40 Einsendungen wählte die Jury unter Vorsitz von Andreas Meck je eine beispielhafte Lösung und vergab darüber hinaus sechs Anerkennungen. Das Einfamilienhaus »Wasserkunst« [15] des Architekten und Bauherrn Rainer Schürmann bezieht sich in Form und Material auf den benachbarten eckigen Wasserturm und bietet fließende Übergänge ebenso wie geborgene Räume. Es überzeugte durch seine flexible Nutzbarkeit für eine Familie oder mehrere Generationen, seine städtebauliche Einbindung und rationale Gestaltungsqualität. Sämtliche Bewerbungen für den Preis sind im Oktober in Bremen und ab Ende November in Bremerhaven zu sehen.
VELUX Architekten-Wettbewerb 2012
Sowohl von der Fach- als auch von der Bauherrenjury wurde der Architekt Ulrich Arndt, Berlin, für seinen Kirchenneubau im niedersächsischen Platendorf auf den 1. Platz gewählt. Über den schlichten Baukörper setzte er ein Dach aus massiven Brettstapelplatten, die über dem Gottesdienstraum ein Satteldach bilden [16]. Lichtschlitze filtern das durch darüber liegende Dachfenster fallende Licht und erzeugen eine stimmungsvolle, sakrale Ästhetik. Zum ersten Mal wurde auch ein Innovationspreis für modernisierte Wohnbauten vergeben. Er ging an Unterlandstättner Architekten für eine Villa in München-Solln von 1902, in der dachfensterbelichtete Galerien die Dachgeschosszimmer aufgewerten.