Gewonnen

Werkbund Label
Mit dem Werkbund Label zeichnet der Deutsche Werkbund Baden-Württemberg alle zwei Jahre außergewöhnliche, zukunftsweisende Projekte und Initiativen aus. Zu den zehn Preisträgern gehören dieses Jahr das Konzept Cradle to Cradle für zyklische Stoffkreisläufe (s. db 6/2011, S. 78) von Michael Braungart, Hamburg; die IBA Basel für ihren öffentlichen, grenzüberschreitenden und interdisziplinären Regionalentwicklungsprozess; und »NeptuTherm« des Karlsruher Architekten Richard Meier: ein Dämmstoff (WLG 049) aus Seegrasfaser-Bällen, die durch Hin- und Herrollen an den Rändern des Mittelmeers entstehen und dort einfach eingesammelt werden können.

Brick Award 2012
Aus fünf Kontinenten stammten die 50 Projekte, die dieses Jahr für den Brick Award eingereicht wurden. Gesamtsieger ist ein Projekt aus Südafrika: das Mapungubwe Interpretation Centre [14] des Architekten Peter Rich. Er interpretierte historische Gewölbetechniken mit wissenschaftlich fundierten Bauweisen neu. Die Jury lobte die Balance zwischen Low- und Hightech sowie die Bezüge zur außergewöhnlichen Landschaft, aus der die Architektur eine universelle Dimension beziehe. Das Projekt war zugleich Sieger der Kategorie »Speziallösung mit Ziegel«. In der Kategorie »Nicht-Wohnbau« gewann mit seiner »perfekten schwarzen Ziegelfassade« das Umspannwerk auf dem Londoner Olympiagelände (s. db 2/ 2010, S. 22) des Büros NORD. Die Seniorenresidenz in Alcácer do Sal (P) von Aires Mateus (s. db 11/2011, S. 38) mit ihrem zweischaligen, außen glänzend weiß gestrichenen Mauerwerk gewann die Kategorie »Wohnbau« aufgrund der guten Verteilung von gemeinschaftlichen und privaten Bereichen. Alle Projekte werden im Buch »Brick’12« dokumentiert.