Gewonnen

architektourpreis 2013
Ergänzend zum Symposium zu ländlicher Baukultur (s. S. 11) könnte man den architektourpreis aus Thüringen nennen, der mit dem dortigen Tag der Architektur verbunden ist und zu dem die Architektenkammer diesmal fünf gleichrangige Preise vergab. Anliegen des alle zwei Jahre veranstalteten Wettbewerbs ist es, die Aufmerksamkeit der Politik auf zeitgemäße und überraschende Architektur zu lenken. Zu den ausgezeichneten Projekten gehört das Goethe- und Schiller-Archiv Weimar [11]. Hier gestalteten die ortsansässigen Architekten Dr. Lutz Krause und gildehaus. reich u. a. Räume im Sockelgeschoss zu großzügig belichteten Arbeitsräumen um, sichtbar durch die »Schublade« aus Edelstahlgewebe. Der Altbau darüber blieb unangetastet. In der Innenstadt von Bad Langensalza wurde eine Leichtathletikanlage um einen Freibereich ergänzt, dessen 60-m-Bahn [12] einen schmalen, linearen Freiraum entlang der historischen Stadtmauer nutzt, die wiederum dem Verlauf der Salza und der Poststraße folgt (Architekten: Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt).

Neue Elbquerung
Die Beseitigung eines empfindlichen Engpasses im Autobahnnetz rund um Hamburg verspricht der Bau der A26 und der neuen Süderelbebrücke. Im Mai wurde ein Realisierungswettbewerb entschieden, die Ingenieurgemeinschaft schlaich bergermann und partner aus Stuttgart WTM Engineers aus Hamburg und DISSING + WEITLING architecture aus Kopenhagen konnte sich gegen weitere elf Bewerber durchsetzen. Die Brücke ist als Schrägseilbrücke mit zwei symmetrisch angeordneten Pylonen [13] konzipiert und nimmt damit bewusst Bezug auf die Köhlbrandbrücke von 1974. Sie wird eine Länge von ca. 535 m, 140 m hohe Pylone und zwei mittig liegende Seilebenen haben. Die Jury lobte die überzeugende Gestaltung der aus dem Tragwerk entwickelten Übergänge sowie die recycelbaren Materialien Stahl und Beton. Mit der Brücke erhofft man sich nicht nur eine Entspannung der Verkehrssituation, sondern auch die Entlastung der umliegenden Wohngebiete von Lärm und Schadstoffen.
Sämtliche Entwürfe werden vom 2.-27. Juli in Hamburg-Harburg und vom 14.-27. August in der Galerie der Hamburger Handwerkskammer ausgestellt.
Der Deutsche Lichtdesign-Preis 2013
Gabriele und Volker von Kardorff sind »Lichtdesigner des Jahres«. Ihr Büro Kardorff Ingenieure, Berlin, konnte außerdem mit dem Beleuchtungskonzept für das Geschäftshaus F40 in Berlin die Kategorie »Außenbeleuchtung/Anstrahlung« des Deutschen Lichtdesign-Preises für sich entscheiden. Das 1997 gegründete Büro ist in der Kunst- und Tageslichtplanung tätig und wurde u. a. mit dem Masterplan Unter den Linden (Brandenburger Tor) sowie den Beleuchtungskonzepten für das Grand Hotel Heiligendamm und das Neue Museum in Berlin bekannt.