Einkaufsstraßen neu denken

Viele Klein- und Mittelstädte kämpfen seit Langem mit dem Leerstand von Geschäften und einer qualitativen Abwärtsspirale in ihren Innenstädten, und dieser Trend wird sich wohl fortsetzen. Was tun? Dieser Frage widmet sich die Studie »Einkaufsstraßen neu denken« von Rolf Junker und Holger Pump-Uhlmann, die jetzt von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW herausgegeben worden ist. Die 43-seitige Studie ist gefüllt mit Handwerkszeugen für die Analyse und konkreten Handlungsempfehlungen bis hin zu kleinteiligen Betrachtungen zur Umgestaltung von Straßen und Gebäuden (womit die Attraktivität der Außenräume gesteigert werden soll – ein ganz zentraler Punkt auf den unterschiedlichen Maßstabsebenen).

Diese Handreichung soll insbesondere die relevanten Akteure – vom privaten Immobilienbesitzer bis zur Kommune – motivieren, gemeinsam etwas gegen das lähmende Zusehen und Denkblockaden zu unternehmen. Denn nur in konzertierten, abgestimmten Anstrengungen kann aus einem vernachlässigten, unattraktiven Ensemble wieder eine neue Mitte werden. Ganz nebenbei nimmt sie einen weiteren Trend in der Gesellschaft auf, nämlich, sich zu vernetzen und sich die Außenräume der Städte wieder anzueignen.

Vorgestellt wird die Publikation am 28. Mai 2019 im Alten Bahnhof in Solingen. ~dr

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