Architekturkritik ist …

»Gut« oder »schlecht« oder gar »gefällt mir (nicht)« ist zur Beurteilung eines Bauwerks einfach zu wenig. Einen wohl begründeten Standpunkt darf man allerdings durchaus haben und auch äußern, denn nur so kann sich Baukultur entwickeln. Deshalb ist der Bericht über ein fertiggestelltes Projekt in der db nicht vollständig ohne eine fundierte Architekturkritik. Das Spannungsfeld, in dem sich Architekturkritik bewegt, hat Bernhard Schulz bereits auf den vorhergehenden Seiten klug und witzig ausgelotet. Was Architekten und Ingenieure, Hochschullehrer, Architekturinstitutionen und nicht zuletzt Architekturkritiker zu diesem Genre denken, findet sich in Form eines kurzen, knappen Statements seit 2009 jeden Monat in der Rubrik »Magazin«. Nicht weniger als 78 Kollegen kamen bislang zu Wort, die das Wesen und die Funktion der Architekturkritik pointiert, provokant, tiefsinnig und überraschend – schlicht, so vielfältig, wie die Welt des Bauens eben ist – reflektierten. Aus den gesammelten Statements hat die Redaktion für die Jubiläumsausgabe die besten herausgesucht, die die ganze Bandbreite der letzten sieben Jahre widerspiegeln. Wir wünschen viel Vergnügen – und im Idealfall neue, ungewohnte Gedankengänge (die Sie gern mit uns teilen dürfen).

~dr

Architekturkritik ist …