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02|2012  Gesundheit

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Geschlossene Offenheit

Drei Innenhöfe umschließt der Neubau der Klinik St. Pirminsberg im Kanton St. Gallen. Form und Fassade inszenieren ein Wechselspiel von Offenheit und Geschlossenheit, das den komplexen Anforderungen in der Behandlung von Psychiatriepatienten gerecht werden will.

Zwischen den Bäumen

Auf den ersten Blick erscheint das Rehazentrum Groot Klimmendaal in Arnheim als recht behäbige Maschine. Innen herrscht jedoch dank geschickt platzierter Lufträume, farbiger Lichtkuppeln, großer Fensterflächen und schöner Materialien alles andere als Krankenhausatmosphäre. Ein Gang durchs Foyer ähnelt einem Waldspaziergang.

Riese im Niemandsland

Für die medizinische »Maximalversorgung« der Bevölkerung werden weiterhin zentrale, hochtechnisierte Großkliniken gebaut. Doch Häuser mit über 1000 Betten, die »alles unter einem Dach« bieten, sind extrem komplex und architektonisch schwer vermittelbar – in der Vergangenheit waren es häufig wahre Ungetüme. Im Süden Belgiens unternahm ein berühmtes Büro nun einen neuen Versuch der Domestizierung.

Tagesklinik mit Filterfunktion

Das Dialysezentrum Wien-Donaustadt ist bestens getarnt. Es sieht nicht wie ein Krankenhaus aus, sondern wie eine moderne Herberge in Wallpaper-Qualität. Bei diesem alles andere als oberflächlichen Gebäude haben die gelungene Verbindung von Technik und Architektur zu einer Effizienzsteigerung im Betrieb beigetragen, die Formgebung der Tagesklinik ermöglicht allen Patienten den Blick ins Grüne.

Mit dem Krebs leben

Die Stiftung »Maggie Keswick Jencks Cancer Caring Centres Trust« hat vor 15 Jahren das erste von mittlerweile zehn Beratungszentren in Großbritannien eröffnet, wo sich Krebspatienten besonders aktiv mit ihrer Situation auseinandersetzen können. Der Schwerpunkt liegt auf gezielter Information und Selbstbestimmung – und auf einer wohltuenden, architektonisch sorgfältig gestalteten Umgebung.

... In die Jahre gekommen

Für eine Architektur mit durchschnittlichen Anforderungen an Funktionalität und Gebäudetechnik sind 30 Jahre eigentlich kein Alter. Ein Krankenhaus hingegen darf nicht in die Jahre kommen, denn niemand möchte sich heute auf dem Stand von 1981 medizinisch versorgen lassen.
Wie eine von Beginn an nachhaltige Planung die notwendigen Erneuerungszyklen seit 30 Jahren mitmacht und damit Gestaltungsspielräume eröffnet, zeigt das Alfried Krupp Krankenhaus in Essen.