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fotolia, Foto: Björn Wylezich

Erstlingswerke

Aller Anfang ist schwer, sagt man. Dabei wohnt dem Beginnen der Reiz des Ausprobierens inne; das Fehlen von Erfahrungswerten ermutigt zum konsequenten Verfolgen von Entwurfsgedanken und Gestaltungslinien – ja, beinhaltet ein gewisses Maß an Narrenfreiheit und Raum für Flausen. Das Gefühl für die Realisierbarkeit bestimmter Ideen wächst dann beim Tun ebenso wie die Fähigkeit, den Planungsaufwand richtig einzuschätzen. Dazu braucht es zunächst Mut und Zuversicht – sowohl aufseiten der jungen Planer als auch aufseiten der Bauherrschaft. Dass es sich lohnt, zeigen die Beispiele in diesem Heft: Lauter Erstlingswerke, an denen sich die Architekten ausprobieren und ihre Fähigkeiten ausbauen konnten, die aber auch den Auftraggebern, mitunter sogar dem ganzen Umfeld einen ungeahnten Mehrwert einbrachten.

Besonders auffällig dabei: Die jungen Büros – von denen man gerne annähme, dass sie junge Wilde seien – sind ganz unauffällig zugange. Sie bauen in jeglicher Hinsicht anständig, vorsichtig, umsichtig … und bisweilen einfach richtig gut! ~ge